NIKA – Software: Strömungssimulation für Ingenieure (Engineering Fluid Dynamics, EFD)
Das erste Strömungssimulations-
paket speziell für CATIA V5
Strömungsanalyse-Software
für Ingenieure
Das erste Strömungssimulationspaket
speziell für Pro/ENGINEER Wildfire
Strömungssimulations-
Software für SolidWorks
Sie befinden sich hier: Unternehmen / Kundenbeispiele » englische Version
Unternehmensziel
Firmenhintergrund
Meilensteine
Unser Team
Stellenangebote

News & Events
Presse
Media Coverage
Aktivseminare
Webinars
Messen & Veranstaltungen

Kunden
Kundenliste
Referenzextrakte
Kundenbeispiele



Zu den Übersichten ... Alle COSMOSFloWorks EFD.Lab EFD.V5 EFD.Pro



Strömung simulieren

Software – Der Windkanal setzt sich in der Konstruktion durch, zumindest per Computer. Ein Weg zu optimierten Produkten führt über die numerische Simulation der Strömung. Denn wer physikalische Vorgänge der Strömung kennt, ist klar im Vorteil. Wie simuliert man Strömungen ohne Laborversuche?


Dr. Ivo Weinhold, Produktmanager NIKA GmbH


Strompfade mit farbiger Darstellung der Geschwindigkeit.
Bild: NIKA


Erst im letzten Jahrzehnt ist der numerischen Strömungssimulation (Computational Fluid Dynamics – CFD) der Einzug in die Entwicklungsabteilungen der Industrie gelungen. Den Ausschlag gab die Verfügbarkeit von billiger Rechenleistung und modernen mathematischen Algorithmen. Ein Impuls ging von der modellorientierten 3D-Konstruktion aus. Ganz im Trend der durchgängigen digitalen Produktentwicklung können qualitativ hochwertige 3D-Produktmodelle für physikalisch-technische Simulationen genutzt werden. Diese Idee führt zum Konzept des Product Lifecycle Management (PLM), alle produktbezogenen Daten, aus der ›Entwicklung, Nutzung und Verwertung eines Produktes werden durchgängig genutzt und verwaltet. Ein wichtiges Element des PLM-Konzeptes ist die nahtlose Einbeziehung von Simulationen physikalischer Funktionen. Das umfasst die klassische Festigkeitsberechnung mittels Finiten Elementen ebenso wie Akustik- oder Beleuchtungssimulationen. Das Angebot an Simulationssoftware für diese Aufgaben beispielsweise für das PLM-System um CATIA V5 ist nahezu komplett. Nur nahezu, denn Anbieter von Strömungssimulationssoftware waren bisher sehr zurückhaltend. Erst kürzlich hat NIKA aus Frankfurt am Main mit EFD.V5, dem weltweit ersten Softwarepaket für die Berechnung von Strömungen und Wärmeübertragung, innerhalb von CATIA V5, diese Lücke geschlossen. Was ist so schwer daran, Strömungsberechnungen in ein PLM-Konzept zu integrieren? Dazu muss eine Reihe von technischen und konzeptionellen Voraussetzungen erfüllt sein: von der Integration in die Benutzerführung bis hin zur konsistenten Nutzung gemeinsamer Produktdaten. Das Simulationsprogramm muss vollständig in die Benutzeroberfläche des PLM-Systems eingebunden sein. In der Regel wird das durch eine offene Softwarearchitektur auf Basis einer Entwicklungsumgebung wie CAAV5 von Spatial, Inc., seitens des PLM-Anbieters unterstützt. Spezialisierte Firmen können ihre Technologie direkt integrieren und die vorhandenen 3D-Produktdaten innerhalb von CATIA V5 für die Berechnungen nutzen. Strömungssimulationen haben jedoch das Problem, dass der für die Berechnung zu betrachtende (leere) Strömungsraum in der originalen CAD-Konstruktion nicht als eigenständiges Teil oder Baugruppe für die Vernetzung ausmodelliert vorliegt. Es ist deshalb ein spezielles Verfahren wie NIKAs ›Direct-CAD-to-CFD‹- Technologie notwendig, um eine Vernetzung des Strömungsraumes ohne separate CAD-Modellierung zu ermöglichen. Das übliche Verfahren, diesen Berechnungsraum aus dem CAD-Modell abzuleiten und extern mit einem separaten Preprozessor zu vernetzen, ist im Kontext der PLM-Idee inakzeptabel. Dadurch gehen die Verbindungen zu den Originaldaten und damit auch die Vorteile einer Integration in die CAD-Systeme wie featurebasierte Modellgeschichte und Parametrisierung verloren.


›Direct-CAD-to-CFD‹ vernetzt den Strömungsraum ohne separate CAD-Modellierung.
Bild: NIKA


Numerische Methoden für CFD-Berechnungen, die sich heute in der Praxis durchgesetzt haben, basieren mathematisch auf Diskretisierungsverfahren und erfordern ein Berechnungsgitter im Strömungsraum. Der Zeitaufwand für die manuelle Erzeugung eines qualitativ hochwertigen CFD-Netzes für industrierelevante Aufgabenstellungen ist oft die bestimmende Größe für die Gesamtbearbeitungszeit einer Simulationsrechnung. Diese Gesamtbearbeitungszeit ist jedoch der kritische Faktor, der über den Nutzen entwicklungsbegleitender Strömungssimulationen entscheidet. Das Gesamtprojekt, beginnend mit dem ersten Zugriff auf das 3D CAD-Modell bis hin zur Präsentation der verifizierten Berechnungsergebnisse im Entscheider-Meeting, muss zeitlich mit den internen Entwicklungszyklen Schritt halten. Werden die Ergebnisse zu spät oder in schlechterer Qualität geliefert, sind sie wertlos.

Zugriff auf CAD-Daten

PLM-integrierte Strömungssimulationen brauchen deshalb einen automatischen Netzgenerator, der ohne Eingabeaufwand qualitativ hochwertige, für Strömungsberechnungen optimierte Gitter liefert. Dabei spielt die direkte Zugriffsmöglichkeit auf die originalen CAD-Daten eine große Rolle, da nur so eine hohe Genauigkeit bei der Abbildung der Strömungsgeometrie durch das Rechennetz sichergestellt wird. Die im Simulationspaket EFD.V5 für CATIA V5 enthaltene Vernetzungstechnologie RAM (Rectangular Adaptive Mesh) bietet alle Voraussetzungen dafür. Historisch bedingt erfordern CFD-Programme oft umfangreiche Parametereingaben, um die angebotenen physikalischen Modelle vollständig zu definieren. Die dabei verwendeten Bezeichnungen entstammen, ebenfalls historisch bedingt, oft dem akademischen Sprachgebrauch und verlangen umfangreiche ›Übersetzungsleistungen‹ ab, bevor die Werte eingegeben werden können.


Strömungsberechnung erleichtert die Konstruktion eines Katalysators.
Bild: NIKA


Solche Modelle sind für PLM-integrierte Strömungssimulationen nutzlos. Ingenieure haben eine bestimmte Arbeitsweise, an die sich die Simulationssoftware anzupassen hat. Dazu gehört die Beschränkung der geforderten Eingaben auf ingenieurtechnisch wichtige Daten sowie die klare Bezeichnung mit praxisüblichen Begriff en. Das Engineering User Interface von EFD.V5 bietet neben der Orientierung am vertrauten Windows-Standard Hilfestellungen, um die Modelldefinition zielorientiert durchzuführen und Fehler frühzeitig zu erkennen.


Darstellung der Strömung in einem Kugelventil.
Bild: NIKA


Die Suche nach der optimalen Lösung für eine strömungsgerechte konstruktive Gestaltung ist in den meisten Fällen das zentrale Ziel der Simulationsrechnungen. Die Folge ist, dass eine große Zahl von Varianten simuliert werden soll, die sowohl Modifikationen in den geometrischen Parametern als auch in den physikalischen Eingabegrößen und Strömungsbedingungen beinhalten. Es ist gerade einer der großen Vorteile computerbasierter Simulation, dass risikolos und kostengünstig Variantenuntersuchungen und Parameterstudien ohne ›Materialeinsatz‹ durchgeführt werden können. Dafür ist eine moderne PLM-Umgebung die ideale Plattform, da die Bauteile und Baugruppen bereits parametrisiert und strukturiert vorliegen und so gezielte Änderungen der Parameterwerte sehr einfach erfolgen können. Dieses Feature-Konzept muss natürlich die Simulationssoftware fortschreiben und zusätzlich zu den geometrischen Parametern die entsprechenden Strömungsparameter objektorientiert als Feature anbieten und direkt im Feature-Baum des CAD-Systems verwalten. EFD.V5 unterstützt darüber hinaus sogar die Verbindung zu Varianten aus Konstruktionstabellen, um eine Serie von Projekten zu definieren und diese dann automatisiert abzuarbeiten.


» k-magazin, 3/2004 (PDF, 3.488KB)

 

copyright © 2008 by NIKA GmbH . Hanauer Landstraße 188 . 60314 Frankfurt am Main . Germany . www.nika.biz . info@nika.biz