NIKA – Software: Strömungssimulation für Ingenieure (Engineering Fluid Dynamics, EFD)
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Strömungssimulationen

Softwarelösungen für Simulationen mit NIKA

Der Trend zur Nutzung digitaler Produktdaten über den gesamten Entstehungs- und Lebenszyklus eines Produktes schließt zunehmend auch Strömungssimulationen ein. Geeignete Softwarelösungen für Simulationen von Strömungs- und Wärmeübertragungsvorgängen ermöglichen es Ingenieuren, allein auf der Basis von Fachkenntnissen, brauchbare Ergebnisse in einem akzeptablen Zeitraum zu liefern.

Dr. Ivo Weinhold, Produktmanager NIKA GmbH



Bild 1: Geschwindigkeiten und Temperaturen in einem Steuergerät
Bild: NIKA


Der akzeptable Zeitraum für eine praxisgerechte, entwicklungsbegleitende Simulation in der Industrie wird in der Regel direkt durch den Rhythmus der Designänderungen im Entwicklungsprozeß bestimmt. Die Simulationsergebnisse auf der Basis eines Konstruktionsstandes müssen also so schnell in guter Qualität vorliegen, daß die daraus gewonnenen Erkenntnisse bereits in den folgenden Änderungsschritt einfließen können. Das ist das entscheidende Kriterium für praxisgerechte, entwicklungsbegleitende Simulationen in der Industrie. Mit NIKAs Engineering Fluid Dynamics-Softwarefamilie können komplexe Strömungs- und Wärmeübertragungsberechnungen auf sehr wirtschaftliche Weise in den Entwicklungszyklus industrieller Produkte einbezogen werden. „Wir setzen seit nunmehr drei Jahren sehr erfolgreich das Simulationstool EFD.Lab ein. Die Software ist inzwischen ein unverzichtbares Werkzeug innerhalb der Produktentwicklung geworden. Sie erlaubt die bis dahin sehr aufwendige bis nicht mögliche Visualisierung von Effekten innerhalb der Fluidströmung. Diese Möglichkeit der Visualisierung eröffnet dem Konstrukteur/Entwickler völlig neue Wege bei der Produktauslegung und Optimierung“, bestätigt Rocco Kemnitz, Diplom-Ingenieur in der Abteilung Forschung und Entwicklung von RAPA Rausch & Pausch GmbH, dieses Konzept.

Handhabung der Geometrie

Im Zeitalter des Digital Engineering liegt die Ausgangsvariante der zu untersuchenden Geometrie in der Regel als 3D-CAD-Datensatz vor. Deshalb liegt es nahe, diese Daten durch eine Integration der Simulationssoftware in die jeweilige CAD-Umgebung direkt zu nutzen. Bei Strömungssimulationen entsteht nun jedoch das Problem, daß der für die Berechnung zu betrachtende (leere) Strömungsraum in der originalen CAD-Konstruktion nicht als eigenständiges Teil oder Baugruppe für die weitere Verwendung ausmodelliert vorliegt. Es ist deshalb ein spezielles Verfahren wie die EFD-Technologie „Direct-CAD-to-CFD“ notwendig, um die Untersuchung des Strömungsraumes auch ohne dessen separate CAD-Modellierung zu ermöglichen.


Bild 2: Geschwindigkeitsverteilung in einem Verbindungselement
Bild: NIKA

Netzgenerierung

Die numerischen Methoden für Strömungsberechnungen, die sich heute in der Praxis durchgesetzt haben, basieren mathematisch auf Diskretisierungsverfahren und erfordern ein Berechnungsgitter im Strömungsraum. Die Anforderungen an die Qualität dieses Rechennetzes sind bei Strömungssimulationen besonders hoch, da die Qualität der Ergebnisse und die Effizienz von Simulationsrechnungen direkt davon abhängig sind. EFD-Software hat deshalb einen eigenen automatischen Netzgenerator integriert, der auch für sehr komplexe CAD-Geometrien mit wenigen oder keinen zusätzlichen Benutzereingaben funktioniert. Das Ergebnis ist ein spezielles Netz für Strömungsberechnungen, das eine numerisch besonders günstige Zellform verwendet und durch adaptives lokales Verfeinern gemäß geometrischer und physikalischer Kriterien ressourcenschonende Analysen erlaubt. Die bereits erwähnte „Direct-CAD-to-CFD“-Technologie ermöglicht dabei die direkte Vernetzung des zu untersuchenden Strömungsgebietes unter Verwendung der originalen CAD-Daten.

Berechnung

Die Qualität der physikalischen Modelle und numerischen Lösungsalgorithmen hat eine hohe Priorität. Auch hierfür bilden Basistechnologien wie beispielsweise die Modified Wall Functions (MWF), die spezielle strömungsphysikalische Vorgänge in Wandnähe beschreiben, oder das Konvergenzsteuerungssystem ACC für eine stabile Lösung der nichtlinearen Differentialgleichungssysteme, das erforderliche Grundgerüst für hochwertige, aussagekräftige Berechnungsergebnisse. Dieser Aspekt wird in der Praxis oft unterschätzt, ist jedoch in vielen Fällen ausschlaggebend für Erfolg oder Mißerfolg einer Berechnung und schon deshalb ein entscheidender Produktivitätsfaktor für jedes Simulationsprojekt.

Auswertung und Dokumentation der Ergebnisse

Jedes Simulationsergebnis muß einer Plausibilitäts- und Genauigkeitsprüfung durch den Ingenieur unterzogen werden. EFD-Software bietet dafür eine Vielzahl von grafischen und numerischen Auswertefunktionen mit engem Bezug zur originalen 3D-Geometrie. Dadurch werden grafische Darstellungen sehr anschaulich und auch für nicht-technische Mitarbeiter auf einfache Weise verständlich. Die direkte Anbindung an Office-Programme für numerische Auswertungen in Tabellen und Diagrammen oder für einen automatisierten Ergebnisreport erlaubt die effiziente Erstellung präsentationsreifer Dokumentationen.

Untersuchung von Varianten

In der Regel ist nicht nur die Berechnung eines einzigen Modells das Ziel, vielmehr wird die systematische Suche nach Ansätzen für eine Verbesserung von Funktion und Design im Mittelpunkt des Interesses liegen. Das bedeutet in der Praxis, daß aufbauend auf einem Ausgangszustand eine Vielzahl geometrisch und/oder physikalisch unterschiedlicher Varianten zu berechnen ist. Mit computerbasierten Entwicklungsmethoden wie EFD können besonders zahlreiche und auch ungewöhnliche Varianten risikolos „durchgespielt“ werden. EFD-Software baut deshalb als objektorientiertes Simulationssystem auf die in Konfigurationen organisierten Varianten des parametrisierten CAD-Modells auf, um auch entsprechende Varianten eines EFD-Berechnungsprojektes mit minimalem Eingabeaufwand zu erzeugen.

 

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